Schöne Geschichte aus dem Rallyesport

Eine kleine Geschichte zu einem Treffen mit Michele Mouton. 2009 startete ich mit einem Volvo P1800 Coupe und Copilot Dr. Gerd Sonntag bei dem letzten lauf zur Europa Rallye Meisterschaft für Historische Fahrzeuge in St. Maxim an der Französischen Mittelmeer Küste. Um den 3. Platz in der Europameisterschaft zu holen, musste ich hier nochmals gut punkten. Mein Stammbeifahrer Hartmut Röver war verhindert und es sprang Gerd ein. Wir hatten Ende November und in den Seealpen war es kalt, nass und sehr glatt. Wir kamen ins Ziel und waren Gruppen Sieger (Autos bis Bj. 1961) und Klassen Sieger und hatten die Max Punkte erzielt. Unser schärfster Konkurrent der Italiener Andrea Polli hatte die Glätte unterschätzt und war verunfallt. Wir kamen glücklich aber ganz schön geschlaucht ins Ziel und stellten unser Auto ins Parc Ferme. Hier stellten wir dann fest, das der Ruhm sehr schnell verblasst. Wir Gerd und ich waren dann die einzigen von rund 80 Fahrern die Michele Mouton beachteten und dann ansprachen um eine mit ihr zu machen. Gerd war so aufgeregt, das er mit dem Handy erst sich selbst fotografierte und dann das Handy umdrehte und ein richtiges Foto machte. Michele war super freundlich und auch wohl überrascht noch erkannt zu werden. Wenig später kam Sebastien Loeb mit seiner Frau ins Ziel, die Menschentraube und die Reporter belagerten das Auto so sehr, dass die Beiden das Auto nicht verlassen konnten. Das zum verblasstem Ruhm.

Gerd der Montag wieder in seiner Praxis seien musste, war mit dem Flieger bis Nizza gekommen und mit einem Mietwagen dann bis St. Maxim gefahren. Am Sonntag startete ich dann mit dem Gespann Richtung Heimat und war nach rund 1300 Kilometer in der Nacht zu Hause. Gerd musste in Zürich umsteigen, aber der Flieger nach Düsseldorf startete nicht, weil in Düsseldorf Nachts nicht gelandet werden darf. Gerd kam am Montag in Düsseldorf an und der Zug nach Gütersloh blieb auf halber Strecke wegen einem Suizid stehen. Das zum Thema fliegen.

Im Januar flog ich dann mit meiner Frau Anna zur Siegerehrung nach London um meine Auszeichnung abzuholen.

Wie kam ich zu dieser Anekdote? Der bekannte Sport Journalist Uwe Caspar hatte eine Doppelgängerin in Wiedenbrück aufgetan und eine Fotoserie ins Westfalen-Blatt gebracht. Heute fährt diese Frau Sportwagen.

Franz Fölling

Wir könen zwar über keine Großartigen Sporterfolge berichten, aber wir können doch von Früher träumen, es soll ja besser werden.