29. Historic Vltava Rallye 2021

Der 2. Lauf zur FIA EHRC Europameisterschaft fand in Tschechien statt, bei Klatovy an der Moldau. Auch diese Rallye erfreut sich einer langen Tradition, war zu Zeiten des Eisernen Vorhangs großes Theater für Skoda, Lada, Moskwitsch, Wartburg und Co. Unter der zur Zeit der diesjährigen Rallye anhaltenden Corona Epidemie und den entsprechend strengen Auflagen für die startenden Teams fand neben der Historische Rallye ebenfalls eine Rallye für moderne Fahrzeuge, ebenfalls als Europameisterschaftslauf, statt. Gefahren wurde ein Rundkurs am Stadtrand von Klatovy, der insgesamt 2 mal zu fahren war und weitere 5 Prüfungen im nahen Waldgebiet, die ebenfalls je 2 mal zu fahren waren, aufgeteilt in 5 Prüfungen am Freitag und 7 Prüfungen am Samstag. Beim Aufschrieb machen konnten Alfons und Jürgen bereits einen erheblichen Unterschied zu der Sanremo-Rallye feststellen: die Straßen waren deutlich schlechter, die Kurven fast alle hinter Kuppen verdeckt und überall lag Dreck! Hier kam es im Wesentlichen auf einen guten Aufschrieb und viel Mut an. Aber zunächst begann es mit dem Rundkurs am Stadtrand – spektakulär- besonders bei den beiden, denn sie hatten Regenreifen drauf, leider die falsche Wahl für diesen reinen Asphaltkurs bei Trockenheit. Dann ging es in die Waldprüfungen, hier klappte es deutlich besser, an vielen Stellen lag, wie befürchtet, viel Schmutz auf der Straße und in den schattigen Ecken war es feucht auf der Strecke. Nach dem ersten Tag lag das Team Alfons Nothdurfter/Jürgen Nolte auf einem guten 11. Platz in der Gesamtwertung.  Der zweite Tag hielt 7 WP´s bereit, mit dem Rundkurs zu Beginn und der Königsprüfung Stasinska mit ca. 23 km als Abschluss. Mit viel Mut und etwas Glück ging es schnell vorwärts, das Auto hielt, das Wetter blieb stabil – und die Strecke weiterhin sehr schmutzig, immer wieder mit diesen Hundekurven hinter kleinen Kuppen. Bis zur letzten Prüfung klappte alles wunderbar, die letzte Prüfung sollte zum Teamhöhepunkt werden. Aber einmal aus dem Aufschrieb raus, ein kleiner Fahrfehler, einmal gedreht nach einer dreckigen Kurve- das war es dann mit dem guten Ergebnis! Aber im Ziel konnten sie feststellen, das es den anderen Teams ähnlich erging. So konnte ein guter 9.Platz in der Gesamtwertung und einem sensationeller 2. Platz in der Division auf der Zielrampe gefeiert werden. Ein Wermutstropfen fiel dann noch nach der technischen Nachprüfung in die Silberpokale: der Cossie-Motor hat die Reise nach Tschechien nicht überlebt!

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