Vom 6. bis 8. August 2025 führte die 9. AvD Histo Tour über mehr als 1.000 Kilometer durch die schönen Regionen der Eifel, Luxemburgs und der belgischen Ardennen bis hin nach Flandern und Wallonien. Die Mischung aus legendären Rennstrecken und kurvenreichen Landstraßen forderte die Teilnehmer in jeder Hinsicht. Für den MSC Gütersloh wurde die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg: Burkhard Müller sicherte sich mit unserem Clubmitglied Fabian Mohr im Mercedes 250 SL unter 50 Startern den Gesamtsieg – mit einem sagenhaften Vorsprung von 1 Minute und 25 Sekunden – während Heinz / Richard Lüke im Sunbeam Tiger einen starken 11. Platz belegten.
Der Schwerpunkt der AvD Histo Tour liegt klar auf Zeit- und Schnittfahren und weniger auf das Lösen von Orientierungsaufgaben. Die Verbindungsetappen zwischen den Wertungsprüfungen werden anhand einer vorgegebenen Karte absolviert, sodass die Konzentration ganz auf präzises Fahren liegt.
Die AvD Histo Tour 2025 umfasste 13 Gleichmäßigkeitsprüfungen (Schnittfahren) mit insgesamt 114 Zeitmesspunkten sowie 11 Sollzeitprüfungen mit 29 Zeitnahmen. Viele Prüfungen enthielten mehrere Schnittwechsel, was die Tour zu einer der anspruchsvollsten Veranstaltungen ihrer Art machte.
Bereits am Vorabend des Startes herrschte in der legendären Pistenklause am Nürburgring ein lebendiges Stelldichein. Zwischen den unzähligen Erinnerungsstücken an große Motorsportmomente entdeckten die Teilnehmer sogar einen MSC-Gütersloh-Aufkleber, der offenbar schon seit früheren Besuchen seinen Platz dort gefunden hatte. Der erste Tag begann mit der technischen Abnahme im Fahrerlager, gefolgt vom Kalibrieren der Wegstreckenzähler auf einer festgelegten Referenzstrecke.
Es folgten drei Schnittprüfungen, darunter eine über die traditionsreiche Südschleife. Danach kam der Höhepunkt des Tages: vier Runden auf der Nürburgring-Nordschleife, verteilt auf mehrere Sollzeitprüfungen. Übernachtet wurde im Dorint Hotel am Nürburgring.
Der zweite Tag begann noch einmal auf der Südschleife, gefolgt von einer Fahrt über den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings. Danach führte die Route über Luxemburg in die belgischen Ardennen. Am Nachmittag erreichten die Teams den legendären Circuit de Spa-Francorchamps. Dort standen acht Runden auf dem Programm. Die Passagen wie Eau Rouge, Raidillon und Blanchimont verlangten präzises Tempo und volle Konzentration. Übernachtung in Maastricht.
Der letzte Tag führte die Teilnehmer nach Belgien zum Circuit Zolder, wo nochmals acht Runden gefahren wurden. Danach folgten Prüfungen auf Fahrsicherheitsgeländen und ehemaligen Motorradrennstrecken in Flandern und Wallonien.
Gleich zu Beginn der ersten Schnittprüfung am dritten Tag sorgte ein versteckter Abzweig für Spannung: Rund 90 Prozent der Teilnehmer fuhren vorbei und mussten anschließend bei einem vorgeschriebenen 47er-Schnitt alles daransetzen, den verlorenen Boden wieder gutzumachen.
Die Siegerehrung wurde von Martin Utberg (Topspeed TV), Neffe von Rudi Carell, moderiert. Mit Schlagfertigkeit sorgte er für einen unterhaltsamen Abschluss der Tour. Unter den Startern befand sich zudem Christian Danner, ehemaliger deutscher Formel-1-Fahrer.
