News

 

Burghard Brink/Lothar Bökamp bei Rally Citta' di Bassano (Italien) erfolgreich.

Typisch italienische Verhältnisse bei diesem 8. Lauf zum Mitropa Rally Cup: Fast 180 Teams hatten Ihre Nennungen abgegeben, darunter 7 WRCs und 19 R5 sowie im historischen Feld zahlreiche Gruppe B und Gruppe 4 Boliden.

Die Rallye ist in zwei Veranstaltungen aufgeteilt, die modernen Autos fahren eine Gesamtstrecke von 472 Kilometern, davon 8 Sonderprüfungen mit insgesamt 123 Bestzeitkilometern.

Die historischen Teams bewältigen 344 Kilometer Strecke mit 6 Sonderprüfungen über insgesamt 98 Wertungsprüfungskilometern.

Was sich gemessen an der Anzahl der Sonderprüfungen liest wie eine 70er Rallye, verlangt allerdings Mensch und Maschine Kraft und volle Konzentration ab. Ein Kollege zählte mehr als 120 Kehren. Und weitere unzählige Kurven. 'Geraden gabs in einer Länge von ca. 200 Metern mal gerade in 2 Passagen.

Der relativ große Anteil an Verbindungsetappen ergibt sich dadurch, dass aufgrund der geografischen Gegebenheiten in den Bergen Norditaliens weitere Wege durch Berge und Täler zurückzulegen sind. Wobei auch hier einige Verbindungsetappen durchaus den Stellenwert einer anspruchsvollen Wertungsprüfungen gehabt hätten. Langeweile kam also bei den Teams keinesfalls auf.

Absolutes Highlight auch in diesem Jahr wieder der Klassiker 'Valstagna', mit 27 Kehren eine Lenkradorgie, die den Teams den Schweiß auf die Stirn treibt.

In der Liga der modernen Rennfahrzeuge starteten 125 Teams, am Samstagabend hießen die Gewinner de Tommaso / Ascalone mit einem Skoda Fabia R5. Die Siegertrophäe bei den historischen Teams übernahm das Team Tolfo/Bordin, die mit einem Lancia Rally 037 als erste von 51 gestarteten 'Oldies' über die Zielrampe in der Altstadt von Bassano fuhren.

Im historischen Mitropa Rally Cup starteten 10 Teams, darunter auch Burghard Brink mit Copilot Lothar Bökamp vom MSC Gütersloh.

Nach einer längeren Auszeit im Historic Cup meldete sich unser Team mit einem Start/Ziel-Sieg zurück. Mit ihrem Lancia Delta Integrale 16V fuhren sie auf den ersten 5 WPs jeweils Bestzeit, in der letzten Wertungsprüfung des Tages nahm Burghard Brink das Gas heraus, hier ging die Bestzeit an das griechische Team Stafylopatis / Chatzirigas auf einem Ford Escort 1600. Mutmaßlicher Hauptkonkurrent Rino Muradore hatte bereits in der ersten Prüfung mit seinem Ford Sierra Cosworth Elektronikprobleme und gab anschließend auf.

Im Ziel in der historischen Altstadt von Bassano del Grappa siegten Brink/Bökamp im Mitropa Cup mit 1:14 Min, vor dem österreichischen Team Openauer/Baumgartner im Ford Escort RS 2000.

 

 

 

 



 

Rallye Casentino

Am ersten Juli Wochenende fand in der Nähe von Florenz die Rallye Casentino statt. Für das MSC Team Rachner/Rachner war dies eine ganz besondere Herausforderung. Die Strecken waren wieder super zu fahren, auch wenn die Temperaturen von circa 43 Grad ein Fahren kaum zugelassen haben. Die beiden hatten enorme Probleme mit der Motortemperatur und haben während der Veranstaltung circa 15 Liter Kühlwasser nachgefüllt. Da die Kühlwassertemperatur bei Drehzahlen zwischen 6000-7000 U/min schnell im ganz roten Bereich war, mussten die beiden langsam weiter fahren um ins Ziel
zukommen. Die letzte WP wurde dann gegen 23:00 Uhr bei immer noch 35 Grad gestartet. Am Ende konnten Sie die Klasse N2 (nicht modifiziert) gewinnen und sind damit 34. in der Gesamtwertung geworden. Nun werden sie an dem Suzuki Swift mal die Zylinderkopfdichtung wechseln, damit dann im September hoffentlich problemlos die Nova Gorica und die Bassano Rallye gefahren werden können.

 

 


 

23. Lippische ADAC Berglandfahrt Historic

Am 29 Juni fand die 23. Lippische ADAC Berglandfahrt Historic rund um Lemgo statt. Start und Ziel waren im beschaulich schönen Kirchheide. Aufgeteilt in en drei Klassen Sportlich (15 Teilnehmer), Tourensportlich (27 Teilnehmer) und Touristisch (25 Teilnehmer) gingen 3 Teams des MSC Gütersloh an den Start. Richard Lüke mit Beifahrer Marvin Pollmeier (sportlich), Wolfang Rosteck mit Samir Sisic und Franz Fölling mit Senior Welslau (beide Touristisch). Die Straßen waren überraschend leergefegt, die meisten Menschen blieben wohl lieber bei den herrschenden 36°C im Haus. Die drei Teams des MSC Gütersloh konnten sich glücklich schätzen, eine Klimaanlage im Auto verbaut zu haben. Mit kühlem Verstand konnten die teils anspruchsvollen Aufgaben wie Kartenretuschierungen, Barrikaden und Überlappungen mit Erfolg gelöst werden. Hinzu kamen sechs Lichtschrankenprüfungen, welche am Ende bei gleicher Anzahl OK-Fehler den Unterschied ausmachen. Lüke/Pollmeier holten den Gesamtsieg in der sportlichen Wertung, Rosteck/Sisic landeten auf dem 4. Platz und Fölling/Welslau auf dem 6. Platz von 25 Teilnehmern in der touristischen Gesamtwertung. Bei einem schmackhaften Grillbuffet ließen die Teams den Abend ausklingen.
Ergebnisse sind hier zu finden

 

 


 

MSC Gütersloh bei Rallye Grönegau erfolgreich

Am 01.06.19 fand in und um Buer die 12. Rallye Grönegau R35, sowie die 10. Rallye Grönegau Retro statt. Insgesamt waren bei dem sonnigen und sehr warmen Wetter 159 Teams am Start. Das neue Rallyezentrum bei der Firma Willms in Buer konnte dafür ausreichend  Platz bieten, sodass sowohl die technische Abnahme, als auch die Siegerehrung in den Hallen des Unternehmens stattfinden konnten. 

Von dort aus ging es in zwei Durchläufen zu den jeweils drei Wertungsprüfungen. Kurz nach dem Start ging es direkt los mit einer 4,5km langen Sprintprüfung. Danach folgte ein zum Teil aus dem Vorjahr bekannter Rundkurs bei Barkhausen. Anschließend ging es für die Teilnehmer zur traditionellen Bennien Prüfung. Diese war ebenfalls ein Rundkurs mit Zuschauerpunkt am bekannten Bauerhof. Im zweiten Druchgang wurden auf den Rundkursen zwei Runden, anstatt einer im ersten Durchgang, gefahren. Eine Besonderheit die nicht jedem Beifahrer sofort auffiel.

Bei der Rallye 35 waren 97 Teams am Start, davon zwei Teams des MSC Güterslohs. Holger Knöbel pilotierte zusammen mit Beifahrer Thomas Mönkemöller seinen Gruppe F Mazda RX-8. Er erreichte in der, mit 34 Teams stark besetzten, Klasse NC3 einen sehr guten sechsten Platz und einem 21. Platz in der Gesamtwertung.  
Das Duo Micheal Klußmann und Marvin Pollmeier starteten erstmals zusammen auf einem Ford Sierre Cosworth.  Aufgrund technischer Probleme und einem Fehler auf WP2 reichte es nur  für einen 11. Platz in der Klasse NC1. In der Gesamtwertung belegten die beiden am Ende Rand 69. 

Wieder einmal sehr erfolgreich waren die zehn MSC Teams bei der Retro Rallye. Peter Rogalski und Beifahrer Reiner Glasewald siegten soverän mit nur 65 Hudertstel Sekunden Abweichung.  Aber auch für andere MSC Teams lief es sehr gut. So schafften es die Teams Kramer/Rosteck und Kleinemenke/Kleinemenke mit Platz 5 und 9 in die Top Ten. Auch knapp dahinter auf den Plätzen 11 und 12 fanden sich in der Ergebnisliste die MSC Teams Lutz/ J. Hoffmann und Oberteicher/Windt. Des weiteren waren folgende Mannschaften am Start: Fölling/Hagemann (28.), Nieweg/F. Hoffmann (29.), Bursian/Durkat (37.), Sunderkötter/Smith (39.) und Sonntag/Iba  (47.).  Durch diese guten Ergebnisse konnte der MSC Gütersloh den ersten und zweiten Platz der Mannschaftswertung bei der Retro Rallye gewinnen und zwei große Pokale in Empfang nehmen. 

 

 

Für die tollen Fotos danke wir Jörg Rautenberger | Digitalfoto-Hamm. 

 

 


 

Rallye Costa Brava Historik

Der MSC Gütersloh war mit drei Teams bei der Rallye Costa Brava Historik vertreten. Dabei mussten sie bei dem Lauf zur Europameisterschaft für historische Rallye Autos einige Federn lassen. Denn ein konstant hoher Schnitt auf den langen Prüfungen verlangte sowohl den Fahrern, als auch den mindestens 30 Jahre alten Autos alles ab. Schon in der ersten Nacht fielen das Team Lenk / Plechatsch mit ihrem Toyota durch Unfall aus und am Ende der Nacht erwischte es auch das Team Reineke / Stueker mit einem technischen Defekt an der Kardanwelle. Somit war die Mannschaft des MSC gesprengt.

Das Team Fölling / Sieg konnte mit ihrem 40 Jahre alten Mitsubishi Lancer nach beheben eines Lichtausfalls, trotz verlorener Zeit, um vier Uhr morgens die erste Etappe in Wertung beenden. Nach fünf Stunden Schlaf wurde am Samstag um elf Uhr die nächste Etappe gestartet, es galt nochmals rund 550 km in 13 Stunden zu fahren. Auf dieser Etappe blieb das Team zwar ohne Defekt, hatte aber mittlerweile mit erheblichen Konzentrationschwächen zu kämpfen. Dies führte dazu, dass dem Team ein Orientierungsfehler wertvolle Sekunden kostete.

Für das international erfahrene Team Fölling / Sieg war dies eine echte Herausforderung, 1140 km in 26 Stunden mit einer 5 stündigen Pause. Dazu kam, dass fast nur auf den kleinsten, engsten und kurvenreichsten Straßen in Katalonien gefahren wurde. Man betrachte auf der Landkarte nur mal die 20km Küstenstraße von San Feliu de Guixols nach Tossa de Mar. Dort gibt es keine richtige Gerade, sondern nur Kurven.

Am Sonntag war dann am Strand von Palamos eine großartige Siegerehrung. Hier wurden die neuen Europameister geehrt die siegreichen Spanier Carles Fortuny mit Co Carles Jimenez auf ihren Lancia Beta Coupe. Fölling/ Sieg wurden 18. in der Gesamtwertung und 7. in ihrer Jahrgangsklasse. Es war eine tolle anspruchsvolle Rallye mit schönen Aussichten und einer guten Organisation.

 

 


 

28. Rally Opatija 2019 vom 3.5 - 5.5 2019

Auch auf der 28ten Auflage der Rallye Opatija war der MSC Gütersloh vertreten. An den Start gingen in der historischen Mitropa Cup Wertung Burghard Brink / Lothar Bökamp im Ford Escort RS.

Die Rallye war nicht nur wie üblich von ihren Strecken her hoch anspruchsvoll sondern hatte auch durch die Unterstützung des Wetters das ein oder andere Highlight zu bieten.

Von strahlendem Sonnenschein bei blauem Himmel und 24° über Starkregen bis hin zu Schneegestöber. Es war wirklich alles dabei. Dementsprechend schwierig war die Reifenwahl für das Team. Allerdings passte es auf einer Prüfung (nämlich die, mit dem Schneegestöber) da haben sie dann auch gleich mal die Bestzeit bei den historischen im Anh. K gefahren. Der Service bei den Gassners war wirklich spitze, so Lothar. Die Jungs haben es wirklich drauf. Am Ende belegten sie den 5 von 13 genannten Teilnehmern in der Mitropa Historic Wertung.


 


 

Cimbern Retro Rallye - 27.04. 2019

Der Name Cimbern Rallye sagt nicht vielen Rallyefans etwas, eher schon der Name Wiking Rallye. Nun, die Cimbern ist der Nachfolger des ehemaligen DRM-Laufs Wiking Rallye – nur benutzen darf man den Namen Wiking Rallye nicht mehr, da sich ein Verein die Namensrechte hat sichern lassen. Also dann eben „Cimbern Rallye“ mit dem Zusatz „in Deutschland ganz oben“.

Start und Ziel der Veranstaltung ist der Ort Satrup/Mittelangeln. Auch diese Ortsnamen sind nur eingefleischten Rallyefans bekannt. Sagt man jedoch „in der Nähe von Schleswig“, ist man geografisch schon fast da.

Prädikate hat die Veranstaltung reichlich: Autoplus Dansk Super Rallye, R2 Super Rally Cup, Danmarksmesterskabet i. Rally, ADAC Automobil-Rallye Meisterschaft Schleswig-Holstein, ADAC-Niedersachsen/Sachsen-Anhalt Rallyemeisterschaft und noch so zwei drei andere Prädikate – wie Retro Rallye Serie Nord.

Letztendlich gehen 88 Teams bei den „Schnellen“ an den Start und 8 Teams bei den Retros darunter drei Teams des MSC Gütersloh: Oberteicher/Windt, Lutz/Hoffmann und Klußmann/Putsch. Da von den 88 „Schnellen“ 72 Teams aus Dänemark kommen, sagt man nicht ganz zu Unrecht: Lauf zur Dänischen Meisterschaft mit deutscher Beteiligung.

Die Landschaft in Angeln ist sehr hügelig mit vielen Kuppen hinter denen sich nicht einsehbare Kurven befinden. Eine sehr anspruchsvolle Gegend in der man fast alle Straßen als WP benutzen kann. Für deutsche Verhältnisse sehr ungewöhnlich, aber eine Vorgabe für die dänische Meisterschaft: Videos der Wertungsprüfungen werden vorab im Internet veröffentlicht.

Anwohner und Gemeinden haben wohl auch kein Problem mit Rallyes. Unglaublich ist die Begeisterung und das Interesse an der Strecke. Krönender Abschluss der Veranstaltung ist ein Rundkurs in Süderbrarup, einer kleinen Gemeinde mit etwa 5000 Einwohnern.

Eine tolle Veranstaltung - bis auf die Auswertung, die in dänischen Händen liegt. Die Eigenarten der Zeitmessung bei den Retros war bei den Dänen wohl unbekannt (wie der Veranstalter später in einem Schreiben an die Teilnehmer zugibt) und so kam es zum Chaos. In einem ersten Aushang, der lange auf sich warten ließ, wurden nur 3 von 7 WPs gewertet und 5 von 8 Teams sollten in Wertung sein. Nach vielen Tagen gab es dann eine offizielle Gesamtwertung. Da war dann sechs Teams in Wertung und plötzlich ein Team Sieger, das im Aushang unter „n.i.W.“ aufgeführt war.

Dieses Chaos bei der Zeitnahme hat den ADAC OWL, das offizielle Organisationsbüro der ADAC Retro-Rallye-Serie Region Nord, dazu bewogen die Veranstaltung nicht für eine Wertung in der Retro-Rallye-Serie Region Nord zu berücksichtigen.

Sollte sich das Problem der Zeitnahme lösen lassen, ist die Cimbern Retro Rallye aber auf jeden Fall eine Reise wert!

 


 

ADAC Retro-Rallye Serien

Die ADAC Retro-Rallye wird als ADAC-Clubsport-Disziplin bundesweit in zwei regionalen Meisterschaften ausgefahren: 
Region Nord mit Retro-Rallyes in den ADAC Regionalclubs Hansa, Hessen-Thüringen, Niedersachsen-Sachsen-Anhalt, Ostwestfalen-Lippe, Schleswig-Holstein und Weser-Ems.
Region Süd mit Retro-Rallyes in den ADAC Regionalclubs Hessen-Thüringen, Mittelrhein, Pfalz, Saarland und Württemberg.
Hinzu kommt der Retro Rally Cup dessen Wertungsläufe im Bereich des ADAC Hessen Thüringen stattfinden. Dieser Cup wird von den eingeschriebenen Veranstaltern ausgeschrieben und getragen.

 

Motorsport Arena Oschersleben

Zur Retro Rallye Serie Nord zählen in diesem Jahr 14 Veranstaltungen. Den Anfang machte am ersten Märzwochenende die ACW-Arena Retro Rallye des AC Wolfenbüttel, die in der Motorsport Arena Oschersleben stattfand. Bei dieser Veranstaltung, die drei Läufe umfasst, werden für Fahrer und Beifahrer Punkte nach dem Modus „Best of Two“ vergeben. Es zählt also nur die bessere Platzierung aus Lauf 1 am Samstagnachmittag und aus Lauf 2 am Sonntagvormittag . Der Lauf 3 am Sonntagnachmittag zählt nicht zur Retro Rallye Serie Nord. Insgesamt waren 21 Teams am Start.
Drei Teams des MSC Gütersloh hatten sich zur Saisoneröffnung nach Oschersleben begeben: Peter Rogalski / Reiner Glasewald, Wolfgang Rosteck / Stefanie Fritzensmeier und Martin Oberteicher / Ulli Windt.
Die Vorjahressieger Rogalski/Glasewald konnten sich von Lauf zu Lauf steigern: Platz 3, Platz 2, Platz 1 und Gesamtsieg in der Wertung aller 3 Läufe. Eine super Leistung zu Saisonbeginn. Herzlichen Glückwunsch!
Neben Wolfgang Rosteck hatte Stefanie Fritzensmeier als Co Platz genommen. Steffi, sonst auf dem heißen Sitz in der Bestzeitszene zu Hause, war erst ein wenig skeptisch, löste dann aber die ihr unbekannte Aufgabe mit Bravour: Platz 7, dann Platz 5 und nochmals Platz 7.
Martin und Ulli beendeten mit Sorgenfalten im Gesicht den ersten Lauf. Zwar lagen sie nach den gestoppten Zeiten auf Platz 10 – aber da war noch die Sache mit dem gelben Vorankündigungsschild! Das Reglement sagt: Ein Anhalten zwischen dem Zielvorankündigungsschild (Gelb) und dem Zielschild (Rot) wird mit 60 Sekunden Strafzeit belegt. Sie waren ein wenig an dem gelben Schild vorbei gefahren, so etwa 50 cm. Das wurde vom Schiedsgericht gnadenlos als Verstoß gewertet – wie bei drei anderen Teams auch. Da bei den Retros Sekundenbruchteile über eine gute Platzierung entscheiden, sind 60 Sekunden Strafe schon ein ordentlicher Schlag ins Kontor. Also nur Platz 18! Im zweiten Lauf wurde in respektvollem Abstand vor Gelb gewartet und man verbesserte sich auf Platz 7.

 

 

Werra-Meißner Retro Rallye

Die Werra-Meißner Rallye wird von der gleichnamigen Veranstaltergemeinschaft durchgeführt. Das Rallyezentrum befand sich in Sontra, mitten in Deutschland im Dreieck zwischen Kassel, Fulda und Eisenach nahe der hessisch-thüringischen Landesgrenze.
Insgesamt 25 Teams begaben sich auf 119 km lange Strecke mit 38 km Wertungsprüfungen verteilt auf 3 WPs, die in zwei Schleifen gefahren wurden.
Die größte Herausforderung war das wechselhafte Wetter. Die ersten Prüfungen konnten noch im Trockenen absolviert werden, danach zogen Regenschauer und Orkanböen über die Strecke hinweg. Die WP 6 musste wegen eines heftigen Gewittersturms sogar abgesagt werden. Bei diesem widrigen Wetter keine leichte Aufgabe für die Teilnehmer.
Vier Teams des MSC Gütersloh waren am Start und beendeten die Rallye mit folgenden Platzierungen:
9. Rosteck / Kramer 1,85 sec
20. Fölling / Sieg 3,25
21. Bursian / Hagemann 3,64
22. Sunderkötter, Noel / Sunderkötter, Reinhard 4,63

 

3. ADAC Retro Rallye „Buten un’ Binnen“ (BuBi)

Die Rallye BuBi ist untrennbar mit dem IVG-Gelände verbunden. Auf dem 12 Quadrat-Kilometer großen Gelände befand sich im Dritten Reich eine der größten Rüstungsbetriebe, die in dem waldreichen Gebiet gut getarnte Pulverfabrik Liebenau.
Bis vor wenigen Jahren wurden alle WPs der BuBi ausschließlich auf diesem hermetisch abgeriegelten Gelände gefahren. Zuschauer waren - und sind es aus Gründen der Sicherheit immer noch - nicht zugelassen. Die Ein- und Ausfahrt aller Fahrzeuge wird am Eingangstor protokolliert. So wird sichergestellt, dass niemand auf dem Gelände in dem Gewirr von verfallenen Gebäuden, Straßen und Wegen verloren geht. In diesem Irrgarten müssen die Teams sauber fahren. Die vermoosten und zugewachsenen Wege sind häufig nur so breit wie das Fahrzeug selbst. Versteckte Ecken und Kanten die einem die Reifen aufschlitzen und nicht sichtbare Steine, die die Felgen ruinieren machen einen präzisen Aufschrieb zwingend notwendig.
Das IVG-Gelände polarisiert: entweder man liebt es, oder man hasst es. Dazwischen gibt es nichts. „Buten un binnen, wagen un winnen“ (Auf Neudeutsch: draußen und drinnen, riskieren und gewinnen) lautet übrigens die Inschrift auf der Fassade des Schütting, dem Gebäude der Bremer Kaufmannschaft. Nichts passt besser auf diese Rallye als dieser Spruch!
Am 30. März stellten sich 88 Bestzeit-Teams und 39 Retro-Teams – darunter 9 (!!!) Teams des MSC Gütersloh - dieser Herausforderung. Die Länge der Wertungsprüfungen betrug 69,1 km, davon entfielen 46 km auf das IVG-Gelände. Eine Tortur für Auto und Team. Von den gestarteten 39 Retro-Teams erreichten dann auch 8 Teams nicht das Ziel – darunter leider auch unser Team Michael Klußmann/Thorsten Hoyer. Die weiteren Platzierungen unserer Teams:
7. Rosteck / Kramer
12. Rogalski / Kleinemenke
13. Lutz / Hoffmann, Jan
19. Fölling / Sieg
21. Sunderkötter, Noel / Smith, Richard
26. Oberteicher / Windt
28. Sonntag / Hoffmann, Frank
29. Bursian / Hagemann

Nicht unerwähnt bleiben sollte der Start von Burghard Brink und Lothar Bökamp bei den „Schnellen“. Sie brachten nach langer Zeit mal wieder den Ford Escort RS zum Einsatz und belegten Platz 27 von 88 Startern im Gesamtklassement sowie Platz 10 in der Klasse NC3.
Herzlichen Dank an Dirk Nottebrock (rallye-foto.com), der uns die Fotos zur Verfügung gestellt hat.

 

 


 

Mitropa-Rallye-Cup 2019 * 2. Lauf * Lavanttal

Nach dem ersten erfolgreichen Lauf zum MRC vor drei Wochen im Rebenland starteten wir am Mittwoch voller Vorfreude nach Wolfsberg ins schöne Lavanttal.
Gut vorbereitet besichtigten wir die zum Teil sehr anspruchsvollen Wertungsprüfungen. Leider versprach der Wettergott nichts Gutes, so dass die Reifenwahl am Freitagmorgen im Vordergrund stand.
Pünktlich zum Start regnete es und wir standen mit gemischten Gefühlen und - wie sich später herausstellte - mit weniger guten Reifen an der ersten Prüfung. Leider wurde diese aufgrund Unfall für fast die Hälfte vom Starterfeld neutralisiert. Die 2. Prüfung bestätigte uns, dass wir falsche bzw. keine passenden Reifen hatten. Doch Dank Gassner Motorsport konnten wir am Freitag besseres „Schuhwerk“ für unsere Lissy draufziehen und gingen mit besseren Gefühlen an den Start. Besser werdendes Wetter und die „neuen“ Reifen bescherten uns auch bessere Zeiten auf den einzelnen Prüfungen.
Olaf brachte unsere Lissy und auch uns - wie immer - sehr souverän und sicher von Prüfung zu Prüfung. Nach unserem Ausrutscher auf einer großen Wiese bergab und einem Dreher auf einer engen Straße am Freitag gingen wir's am Samstag zunächst mit Vorsicht an, fühlten uns auf jedem einzelnen Kilometer immer wohler und fuhren bessere Zeiten ein.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Gassner Motorsport für die unkomplizierte Hilfe und Unterstützung bei dem Reifenproblem, an Karin Thannhäuser, die immer da ist, wenn man Hilfe braucht, an all unsere Freunde zu Hause und an den Strecken sowie an die unzähligen Fotografen für die schönen Fotos...